ZDF-Reporter weisen nach: BMW trickst bei der Hardware-Nachrüstung

BMW-Chef Krüger behauptet lange Entwicklungszeiten für Hardware-Nachrüstung, obwohl die Teile schon im Teilelager liegen

München, 13.12.2018; Manche Meldungen lassen einen dann doch ratlos zurück. BMW-Chef Krüger erklärte in der Hauptversammlung des Unternehmens im Mai 2018, es werde keine Nachrüstung geben. Dies sei schon wegen der erheblichen Entwicklungszeit von drei Jahren überhaupt nicht sinnvoll. Zugleich ermitteln die ZDF-Journalisten, dass für diverse Euro 5 Diesel des Hauses längst Nachrüstsätze existieren und auch über den Teilekatalog des Unternehmens abrufbar seien. Nur halt nicht hier, sondern in USA. Dort sind die Anlagen schon seit 2008 im Einsatz.

Der staunende Dieselfahrer erfährt, dass die in Deutschland gefertigten Originalteile ohne weiteres beschafft, mit geringem Aufwand eingebaut und mit verblüffendem Ergebnis eingesetzt werden können. Der X3, der zuvor mehr als das vierfache des Erlaubten herausblies, fiel danach unter den noch tolerierten Wert. Konsequenz: Ein mögliches Fahrverbot wäre vermieden, bei im Übrigen durchaus überschaubaren Kosten. Die Rede war von etwa 1.500,00 €

Lieber Herr Krüger, was wird mit derartiger Fehlinformation bezweckt? Wann lernt die Autoindustrie, dass man zur Abwechslung auch einmal zutreffend informieren und zur Problemlösung beitragen kann?

 

Zum ZDF-Bericht: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/der-saubere-diesel-100.html